So wählte der Kiez der Spione

Nun ist es also vorläufig amtlich: Eva Högl ist mit 26 Prozent Direktkandidat für Berlin Mitte. Doch wie sieht es im Kiez der Spione aus? Wer hatte dort die Nase vorne? Oder wurde gewählt wie im Rest von Mitte: Erststimme SPD, Zweitstimme Grün? Und konnten die Piraten in ihrem neuem Quartier punkten? Lauter Fragen – und die Antworten hierauf erst mal gar nicht so einfach, denn (noch) ist der Kiez der Spione kein eigener Wahlbezirk, sondern unterteilt in verschiedene Wahlbezirke: vor allem 100 und 102, einige (Habersaathstr.) gehören auch zu Wahlbezirk 101. (Nach langem Suchen: hier gibt es eine Karte)

Nachdem das nun klar ist, ist der Rest allerdings weniger klar. Zwar schnitten die Grünen wie bereits bei der Europawahl in allen drei Bezirken sehr gut ab, doch gab es doch einige Unterschiede innerhalb der Bezirke:

So ist im Wahlbzirk 100 ( tendenziell Nordwestkiez) die Linke sowohl bei den Erststimmen (24,7%) als auch bei den Zweitstimmen (23,6%) am stärksten, gefolgt von SPD, Grüne und CDU mit jeweils um die 20% bei den Erststimmen. Bei den Zweitstimmen folgen die Grünen mit 21,1 Prozent den Linken, während dann erst CDU (19,2%) und SPD (15,2%) nachfolgen. FDP spielt mit 7,2% (Erststimme) und 10,5 (Zweitstimme) keine besondere Rolle.

Anders sieht es im Wahlbezirk 102 (tendenzielle Ostkiez) aus: diesen dominieren die Grünen mit Werten über 30% sowohl bei den Erst- als auch Zweitstimmen. Gefolgt von der SPD und der Linken mit Werten um die 23% bzw. 22% sowie der CDU (13%) und der FDP (4,5%) bei den Erststimmen. Bei den Zweitstimmen folgt die Linkspartei (19,8%) sowie die SPD (16,6%) während die CDU (11,1%) und FDP (7,5%) abgeschlagen sind.

Im Wahlbezirk 101 (tendenzielle Südwestkiez) gewinnen die Grünen ebenfalls sowohl bei den Erst- als auch Zweitstimmen, allerdings nur mit Werten um die 25,4% und 22,9%. Gefolgt von der CDU und SPD mit jeweils um die 22% un den Linken (18,3), FDP (8,1%) bei den Erststimmen. Ein Bild das ähnlich auch bei den Zweitstimmen zu finden ist, hier liegen SPD (19,9), CDU (19,7) und Linke (18,5) dicht auf, gefolgt von der FDP mit 12,2%.

Addiert man die dahinterliegenden absoluten Zahlen zusammen, kommt man zu einem Sieg der Grünen sowohl bei den Erststimmen als auch den Zweitstimmen.

Und wie sieht es nun mit den Piraten aus? Auch hier hängt es wieder ganz vom Bezirk ab: 100: 7,4%, 101: 3,4%, 102: 8,1&. D.h. gerade in ihrem Bezirk (102) konnten sie erheblich punkten.

Und was noch? Zum einen positiv zu sehen ist: Die NPD kommt bei den Erststimmen maximal auf 1,8% (Wahlkreis 100), bei den Zweitstimmen auf maximal 1,6%. Negativ . Negativ hingegen die Wahlbeteiligung: mit 45,1% (101), 49,1% (100) und 57,3% (102) ist sie erschreckend niedrig und liegt auch deutlich unter dem Berlin-Mitte-Schnitt von 67,6%).

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