Kinky Chicks in der Roxy Bar: Ein erster Besuch im ktv

Dafür, dass der Laden quasi vor der Haustür liegt, hat es ja doch ganz schön lange gedauert, aber nun war es soweit: Am 30.12. haben wir dem ktv unseren Antrittsbesuch abgestattet.

Rotes Licht, zwei wenig bis gar nicht bekleidete Tänzerinnen, gute Drinks und eine dicke Transe an den Plattentellern – so lautet die knappe Zusammenfassung eines äußerst spaßigen Abends…Es war einer dieser Abende, von denen man nichts erwartet – nur um nach Stationen in Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Friedrichshain morgens um 3 unvermittelt vor einem Club zu stranden. In diesem Fall war es die Tür des ktv an der Chausseestraße. Nach Hause war es nicht mehr weit, und Zeit für einen Absacker war es auch.

Das touristische Grüppchen vor uns wurde noch abgewiesen, mit uns beiden hatte die Türsteherin aber Erbarmen. Schon während wir bezahlten fiel unser Blick durch den Vorhang auf das Treiben drinnen: Auf einem hölzernen Plateau wiegten sich zwei burlesque Tänzerinnen zu poppigem 80er-Sound in ihren schmalen Hüften. Obenrum waren nur noch winzige Hütchen an den privaten Stellen angebracht; untenrum waren sie mit Slip, zerfetzten Halterlosen und Pumps geradezu angezogen. Eine der beiden hatte sich einen gigantischen Aufblas-Pimmel umgeschnallt, den sie rhythmisch auf die Köpfe der (männlichen) Durstigen an der Bar bouncen ließ. Willkommen in der Roxy Bar, der Freitagsrunde im ktv!

Wir versorgten uns mit Drinks, die gut und nicht günstig waren, und begannen uns umzuschauen: Im hintersten Teil fanden wir Garderobe und Toiletten, im mittleren Abschnitt die Tanzfläche. Hier betätigte sich eine dickliche Transe als Zeremonienmeisterin des Rock und Pop. Die Übergänge, die sie kreierte, waren shaurig, die CDs hingen oft genug, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Tanzfläche war durchgänig gefüllt, auch wenn der Laden insgesamt nicht gerade voll war: Wohl wegen des anstehenden Silvester-Fests und der späten Stunde war der Club mit etwa 70 Gästen relativ leer.

Das zeigte sich vor allem im unteren Raum: Hier stand nur ein kleines Grüppchen an der Bar, das verliebte DJ-Pärchen legte seinen Techno weitgehend für sich selber auf und es war ziemlich kalt. Dennoch ließ der Raum sein Potential erahnen: Der nackte Backstein und die Gewölbe-Decke können bei entsprechender Menschenmasse sicher eine sehr gute Location abgeben.

Wie dem auch sei: Das Publikum, das da war, war jedenfalls sehr angenehm! Attraktiv, ohne aufdringlich stylish zu sein; eher jung; eher klassisch als hip angezogen. Kleines Schwarzes und High-Heels scheinen der gängige Dresscode gewesen zu sein. Für die Uhrzeit herrschte noch eine erstaunliche Dichte an jungen Damen, die Männer waren nur leicht in der Überzahl.

Wir auf jeden Fall haben geschaut, getanzt und getrunken und krauchten nach einem witzigen, überraschenden und etwas absurden Abend gegen 5 totmüde die letzten Meter nach Hause. Das letzte Besuch in der Roxy Bar war es sicherlich nicht!

Hier einige Fotos von der letzten Veranstaltung am 6.1. und hier vergangene und zukünftige Line-ups.

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